Iwona Porozynski
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Füße einer FrauEine dreißigjährige Lussie wachte morgens schweißgebadet auf. Ein unbekannter Mann wollte sie im Traum aufessen. Ich habe sehr viele Hefte mit Träumen aufgeschrieben, aber so einen habe ich in meinem Traumbuch noch nicht notiert.
„Zum Glück, hat er dich nicht aufgefressen, wie der Wolf die arme Oma in dem bekannten Märchen“ – habe ich belustigt kommentiert.
„Na ja, der war kein Wolf, aber er hat mich angebissen, am Bein.“
„Hat das weh getan? Hast du eine Wunde gesehen?“
„Ich war voller Angst, die Wunde habe ich nicht gesehen. Er wollte mich ganz einfach konsumieren, als ob ich ein Stückfleisch wäre. Schrecklich, so ein Traum.“
„Manche Männer lieben Süßes und so eine Praline wie du steckt man gerne in den Mund.“
„Du sagtest, mach draus noch Witze aber ich hatte wirklich große Angst gehabt.“
„Das ist ein lustiger Traum. Hast du nie gehört, dass man jemand zum Fressen gern hat? Das sind Volksweisheiten.“
„Doch, aber was hat das mit mir zu tun? Wo steckt die Botschaft?“
„Bestimmt kennst du jemand, das so verrückt nach dir ist und am besten würde dich mit Haut und Harren aufessen, auf der Stelle.“
„Ja, mein Freund Jörg. Er lässt sich scheiden, nur für mich. Trotzdem kann ich nicht begreifen, warum der Unbekannte an meinem Fuß geknabbert hat?“
„Dein Freund liebt dich doch vom Kopf bis Fuß. Hat er noch nie deine Füße geküsst? Hat noch nicht mit dem großen Zeh angefangen? In den Gedanken hat er das längst getan.“

„Weißt du überhaupt, dass manche Männer Schwäche für diese Körperteile haben? Sie mögen gepflegte, nicht zu große und nicht zu kleine Füße, schön lackierte Nägel, Schmuck am Bein, etc.“
„Aber jetzt übertreibst du“ – meine Bekannte lächelte.
„Ich kenne auch solche, die Füße mit hausgemachten Piroggen vergleichen. Weiß sollen sie sein, gut geformt und gut schmecken.“
„Sprichst du von Piroggen oder von Füßen?“
„Von beiden, eigentlich“ – Ich habe einen befreienden Lachanfall gekriegt
„Lass dir von deinem Jörg Füße massieren. Das tut auch gut!“


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